Das Holz der Hainbuche – Verwendung heute und damals
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Das Holz der Hainbuche wird heute noch wegen seiner Dichte und Härte insbesondere für die Herstellung von Parkett verwendet. Ansonsten hat dieses Holz eine eher geringe wirtschaftliche Bedeutung. Aber auch für die Herstellung von bestimmten Werkzeugen, wie dem Hobelsohlen oder für Werkzeugstiele und Hackblöcke wird Hainbuchen Holz heute noch verwendet. Und auch im Klavierbau hat es eine sehr große Bedeutung.
Die Hämmer sind aus Hainbuchen Holz. Im Gegensatz zu heute war die frühere Nutzung des Holzes der Hainbuche aber viel umfangreicher: Webstühle, Zahnräder und Schuhleisten – sie alle waren aus Hainbuchenholz hergestellt. Darüber hinaus auch landwirtschaftliche Geräte. Und auch als Brennholz hatte die Hainbuche eine große Bedeutung. Deren Holz stellt nämlich hervorragendes Brennholz dar. Dieses lässt sich allerdings durch seine Härte mit der Hand nicht sehr gut spalten. Früher dienten gescheitelte Bäume dieser Gattung im Übrigen auch als Futter fürs Vieh. Hierdurch entstanden bizarre, knorrige und teils hohle Baumgestalten, die teils heute noch zu sehen sind.
Im Gegensatz zu anderen Baumarten wurde insbesondere in Mitteleuropa der Bestand der Weißbuchen durch den Menschen früher indirekt sogar stark gefördert. Begründet ist dies in der einst doch sehr starken Verwendung als Brennholz. Schon in der Römerzeit wurden etwa in der Zeit des 30-jährigen Kriegs, Wehrhecken (bekannt auch als Landwehre) aus Hainbuchen angepflanzt. Und zwar wurden die Bäume zu diesem Zwecke mit Äxten angehauen und umgeknickt. Auf diese Weise wuchsen sie zusammen mit Brombeeren, Heckenrosen und anderen Dornensträuchern zu undurchdringlichen Gebilde zusammen.
Viele deutsche Ortsnamen mit den Endungen -hagen und -hain deuten im Übrigen auf derartige auch später noch entstandene Landwehre hin.
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Veroeffentlicht von Elke Lohre | Oktober 14, 2009
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